Extras für Frauen
Dieselbe Liga. Zusätzliche Spielregeln.
Für Frauen im Topmanagement und auf dem Weg dorthin gelten dieselben hohen Anforderungen an Urteilskraft, Führungsstärke, strategisches Denken, politische Intelligenz, Präsenz und Reputation.
Gleichzeitig wirken zusätzliche Erwartungen und Zuschreibungen darauf, wie Autorität, Ambition, Durchsetzungsstärke, Kommunikation und persönliche Präsenz wahrgenommen werden.
Diese Mechanismen zu erkennen erweitert den eigenen Handlungsspielraum.
Wo kämen wir hin, wenn alle sagten: wo kämen wir hin; und niemand ginge, um einmal nachzuschauen, wohin man käme, wenn man ginge.
Kurt Marti
Gleiche Handlung. Andere Lesart.
Direktheit, Entschiedenheit, Ehrgeiz, Sichtbarkeit, Nähe und Distanz können bei Männern und Frauen unterschiedlich gelesen werden. Auch Gesprächsführung, Statusverhalten und nonverbale Kommunikation sind von kulturell und sozial gewachsenen Mustern geprägt.
Entscheidend ist, diese Unterschiede präzise einordnen zu können: Welche Erwartung wirkt in einer Situation? Welche Zuschreibung entsteht? Welche Form von Kommunikation unterstützt das eigene Ziel? Und wie lässt sich die eigene Position so setzen, dass die beabsichtigte Botschaft auch ankommt?
Mehr Codes. Mehr Möglichkeiten.
Wer unterschiedliche Kommunikations-, Macht- und Statuscodes kennt, verfügt über ein größeres Repertoire.
Das eröffnet Wahlmöglichkeiten: Direktheit oder Diplomatie, Sichtbarkeit oder bewusste Zurückhaltung, Anschlussfähigkeit oder klare Grenzziehung – jeweils orientiert an Situation, Ziel und eigener Position.
Dazu gehören auch informelle Netzwerke und Allianzen, Sponsorship, Verhandlungen und jene kleinen Signale von Zugehörigkeit und Autorität, die selten thematisiert werden und Karrierewege dennoch mitprägen.
Die eigene Position setzen.
Im Sparring betrachten wir konkrete Situationen ebenso wie die langfristige Positionierung: Einfluss und Sichtbarkeit, Beziehungen und Netzwerke, Kommunikation und Verhandlung sowie die Entwicklung einer Führungsidentität, die zur eigenen Persönlichkeit und zur angestrebten Verantwortung passt.
Die Kenntnis zusätzlicher Spielregeln schafft dabei vor allem eines: die Freiheit, bewusster zu entscheiden, welche davon in einer konkreten Situation hilfreich sind und wie sie sich für die eigene Position nutzen lassen.
Die Regeln kennen. Die eigene Position setzen.